Spacer
spacer
Suche
Visit the Museum

Öffnungszeiten
Eintritt – Leistungen
Anreise

Webshop
tripadvisor
Sie sind hier: / Startseite / Der Versteinerte Wald / Erschließung - Schutz / Zur Geschichte

Geschichte der Erforschung

Die ersten Erwähnungen

μεγέθυνση φωτογραφίας - Ο Κ. Αθανασιάδης

μεγέθυνση φωτογραφίας - Το βιβλίο του Γ. Λάσκαρη «Το Απολιθωμένο Δάσος της Λέσβου», μια έκδοση του 1965

μεγέθυνση φωτογραφίας - Ο ελληνοαμερικανός γεωλόγος Δημήτριος Μανδαλόπουλος

μεγέθυνση φωτογραφίας - Ο φιλόλογος Γ. Λάσκαρης

Die ersten wissenschaftlichen Erwähnungen des Versteinerten Waldes auf Lesbos stammen aus dem 19. Jh.

1844 beschrieb der österreichische Botaniker F. Unger als erster die versteinerten Bäume auf Lesbos, doch war er sich über deren Alter nicht sicher. Er vermutete, dass sie aus dem Trias stammten. Sein Bericht ist die erste wissenschaftliche Aussage über die Anatomie des Holzes im Mittelmeerraum. Seit jener Zeit erweckte der Versteinerte Wald das Interesse zahlreicher Reisender und Forscher.

1852 erfolgte der Besuch des österreichischen Diplomaten Prokesch-Osten, der in seiner Abhandlung „Die Versteinerten Holzstämme im Hafen von Sigri auf Lesbos“ von den versteinerten Stämmen im Hafen von Sigri spricht.

Der französische Geologe L. De Launey, spricht 1898 in seinem Buch „Études géologique sur la mer Egée. La géologie des îles de Metelin (Lesbos), Lemnos et Thasos“ (Geologische Studie des ägäischen Meeres. Die Geologie der Inseln Mytilene, Lemnos und Thasos) mit Bewunderung von den versteinerten äumen in der Heimat von Sappho.

Fliche  befasste sich mit der Klassifikation der versteinerten Stämme aus dem versteinerten Wald auf Lesbos und erwähnt die Arten: Zeder, Palme, Ebenholzgewächs (Cedroxylon, Palmoxylon, Ebenoxylon).

Im zwanzigsten Jahrhundert mehrten sich die Erwähnungen sich die Erwähnungen des versteinerten Waldes. 1953 erwähnt Berger in seinen paläobotanischen Untersuchungen besonders die versteinerten Stämme im Ägäisgebiet.

Der griechisch-amerikanische Geologe D. Mandalopoulos forschte 1955 auf der Insel und fotografierte die versteinerten Stämme. Ein Jahr später hielt er an der Columbia Universität in New York einen Vortrag über den versteinerten Wald auf Lesbos. Eine Folge war, dass die Zeitschrift „LIFE“ sich dafür interessierte, die einen Reporter und R. Kräusel, Professor der Paläobotanik an der Universität Frankfurt, nach Lesbos entsandte, um den Zustand des Monumentes zu untersuchen.

Der bekannte Paläobotaniker R. Kräusel, ein spezieller Kenner der Anatomie versteinerter Bäume, konnte bei seinem kurzen Besuch des Geländes zwischen Eresos und Sigri den großen wissenschaftlichen Wert des versteinerten Waldes auf Lesbos feststellen.

1956 kam Prof. I. Voreadis  als Vertreter des damaligen IGEY (heute IGME) nach Lesbos, um die Bedeutung des versteinerten Waldes zu beurteilen. Er untersuchte den versteinerten Wald und betonte in seinem Bericht die große Bedeutung für die Wissenschaft, aber auch für den Tourismus. In der gleichen Zeit veröffentlichte G. Laskaris  in der in Mytilini erscheinenden Zeitung „Tachidromos“ drei Artikel über den versteinerten Wald. 1965 veröffentlichte er sein Buch „Der versteinerte Wald auf Lesbos“, das wichtige Informationen und Fotografien des damaligen Zustandes der Versteinerungen gibt.

Es folgten Veröffentlichungen in den Zeitungen „Kathimerini“, „Eleftheria“  und in der Zeitschrift „Ikones“ mit zahlreichen Fotografien, die den versteinerten Wald einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machten.

Die ersten Veröffentlichungen bewirkten, dass die Zahl der Reisendem im westlichen Lesbos zunahm und den Bewohnern dieses Gebietes bewusst wurde, dass das Vorhandensein der versteinerten Bäume einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung des Gebietes bilden könnte. Gleichzeitig häuften sich auch die Fälle von Plünderung, Beschädigung und Zerstörung von Versteinerungen durch Besucher, die Erinnerungsstücke mitnahmen.

Die Forderungen, den versteinerten Wald vor Zerstörungen zu schützen, führten auch zu der ersten gesetzlichen Maßnahme des griechischen Staates. Am 31. Januar 1958 wurde der erste Beschluss zum Schutz des versteinerten Waldes unter dem Titel „Zur Charakterisierung der besonderen Schutzbedürftigkeit des versteinerten Waldes von Sigri auf Lesbos“ nach den Bestimmungen von Gesetz 1469/1950 in der Zeitung der Regierung veröffentlicht (FEK 27/B/1958).

Wenige Jahre danach wurden 1964 auf gemeinsamen Beschluss des Wirtschaftsministeriums und des aus Lesbos stammenden Staatssekretärs im Landwirtschaftsministerium N. Malliakas zwei Flächen enteignet, auf denen sich eine bedeutende Zahl von versteinerten Stämmen befand. In dem Beschluss des Ministeriums heißt es: „In den Fluren „Palia Alonia“, „Apolithomeni“ und „Chamandroula“ auf dem Gebiet der Gemeinde Eresos / Sigri werden wegen des öffentlichen Interesses an der Aufforstung der Flächen insgesamt 32.650.000 qm enteignet. Die Kosten der Enteignung trägt der Staat.“  Damit begann die Zuständigkeit der Forstverwaltung, die die Hauptverantwortung für den Schutz des Geländes des versteinerten Waldes trägt.

1979 veröffentlichte G. Choutzeos  das Buch „Der versteinerte Wald auf Lesbos“, in dem er alle bis dahin bekannten Informationen über das Monument zusammentrug.

Nach 1980 begannen die systematischen Forschungen des Paläontologischen Instituts der Universität Athen. Unter dem Titel „Tertiäre Pflanzenreste aus der Ägäis. Makro-Paläo-Flora der Insel Lesbos“ veröffentlichten die Professoren E. Velitzelos - I. Petrescu und N. Simeonidis die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung.

1997 begann die systematische Forschungstätigkeit des Museums für Naturgeschichte des Versteinerten Waldes auf Lesbos.



Spacer